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Daniel Eugster (Drums) – Marcel Sprenger (Vocals / Synth) – Vanja Vukelic (Bass) – Beda Mächler (Guitar) – Daniel Sprenger (Piano / Synth)


Für die meisten von uns ist die Nacht die Zeit des Schlafens. Des Ausruhens. Des Sammelns. Für Neckless ist sie die Zeit des Wirkens. Als Catering-Profi, bei Neonlicht in der Mehrzweckhalle. Als Tonmischer, bei Laptoplicht im Konzertkeller. Als Songschreiber, bei Kerzenlicht auf dem Balkon. Die Geschichte von Neckless spielt in den Nächten dieser Welt.

Sie beginnt auf dem Land. In ihrem Heimatdorf in der Ostschweiz gibt es drei Kirchen und zwei Weltkonzerne – aber abgesehen vom «Kino City» keinen Ort des Vergnügens. Marcel Sprenger verbringt seine freie Zeit deshalb zu Hause am Klavier und schreibt seine Gedanken auf Kopierpapier. Es sind Gedanken, die ihn in der Nacht nicht schlafen lassen. Über den kleinen Bürger, das grosse Geld und das wahre Leben, das überall wartet, aber nicht hier. In seinem Bruder Daniel und in der Schule findet er Freunde, denen er davon erzählen kann. Und die ihm helfen, Musik daraus zu machen.

Das war 2005. 2014 gewinnen Neckless den MyCokemusic-Soundcheck – und sind damit die erfolgreichste Nachwuchsband der Schweiz. Die Nacht des Sieges wird eine lange, die Freunde schlafen im Bandbus vor der Halle. Als sie aufwachen, klemmt eine Parkbusse unter dem Scheibenwischer. Neckless bezahlen sie gerne. Denn sie ist ein Sinnbild: Quasi die Quittung für zehn Jahre leidenschaftliche Nachtarbeit, die sich gelohnt hat.

Was mit jugendlichem Offbeat-Rock begann, wurde zum adoleszenten Indie-Rock. Heute ist die Musik von Neckless erwachsen. Die Songs haben beides: Die Weite der Dunkelheit – und die Sehnsucht nach der Dämmerung. Die Narrenfreiheit des Unbeobachteten. Den Widerwillen des Wachbleibenden, der die Zeit dann nutzt, wenn die anderen ins Bett gehen. Das sind Rock-Kunstwerke, wie sie seit Freddie Mercury kaum mehr jemand gemalt hat. Schlagzeug, Gitarre, Bass, Piano und Synthesizer werden zum Orchester. Und Marcel Sprenger mit seiner Stimme, die bis ins Falsett reicht, zum Dirigenten.

Das Gebilde ist gross. Würde man es nachzeichnen, bräuchte man eine Wolkenkratzerfassade. Hang zum Pathos kann ins Theatralische kippen. Aber wo sich andere Bands in ihren eigenen Stücken Bühnen bauen und selbst hinaufhieven, bleiben Neckless auf dem Boden. Fassbar. Sie sind sie das ehrliche Strassenlampenlicht, das den Weg weist, nicht das glitzernde Sternschnuppenlicht, das einen vom Weg abbringt.

Neckless gehören nicht zu jenen Bands, die nach einem Konzert gehen. Sie bleiben, füllen den Zwischenraum der Nacht mit Leben. Irgendwann schaut einer auf die Uhr. Die Erkenntnis: Zu spät, also zu früh, um ein Bett zu finden. Sie schlafen auf der Open-Air-Bühne. Finden sogar eine Decke. Und eine Steckdose, um ihre Smartphones zu laden. Geweckt werden sie von der Sonne – und vom Gestank der Decke, die offenbar einem Hund gehört. Auch das sind Neckless: fünf beste Freunde.

Ihre Songs bringen ins Schwitzen, zum Mitsingen, gar dazu, zu glauben. An etwas, das grösser ist als dieses Leben. Euphorie. Und dann geht das Licht an. Die Nacht ist vorbei. Und ein Lächeln auf dem Gesicht. Auch wenn niemand geschlafen hat.

(written by Mario Fuchs)




DISCOGRAPHY:
Hopes & Heroes (2015)
Cenesthesia (2014)
Perfusion (2012)
Rising Sine (2010)


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